Bischof Overbeck beruft neuen Rat für Bildung

Koordiniert vom Ruhrbistum wollen Vertreter aus den verschiedensten Bildungsbereichen neue Perspektiven für die Bildung im Ruhrgebiet diskutieren und entwickeln. Bischof Overbeck: „Bildung gehört zu den großen Zukunftsthemen und muss deshalb auch ein Thema der Kirche sein“.

Neuer Rat bringt hochkarätige und vielfältig qualifizierte Menschen aus den verschiedensten Bildungsbereichen im Ruhrgebiet zusammen

Sprecherin des neuen Rates ist Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied im Vorstand der RAG-Stiftung

Rat für Bildung ist der jüngste von nun insgesamt vier gesellschaftspolitischen Räten im Ruhrbistum

Mit namhaften Persönlichkeiten aus vielen verschiedenen Bildungsbereichen des Ruhrgebiets hat sich am Montag im Essener Bischofshaus der neue Rat für Bildung im Bistum Essen gegründet. Bischof Franz-Josef Overbeck hatte diesen jüngsten gesellschaftlichen Rat im Ruhrbistum angeregt, nachdem sich zuletzt bei zahlreichen Veranstaltungen in der Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“ gezeigt hatte, welch entscheidender Faktor die Bildung für die Ruhrgebiets-Entwicklung ist. „Bildung gehört zu den großen Zukunftsthemen und muss deshalb auch ein Thema der Kirche sein“, sagte der Bischof beim Gründungstreffen in Essen. „Um unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden zu können, müssen wir die verschiedenen Akteure auf diesem Feld zusammenführen.“ „Wolfsburg“-Direktor Michael Schlagheck ergänzte: „Bildung ist eine Querschnittsaufgabe. Wenn wir über die Entwicklung unserer Region sprechen, sprechen wir über Bildung. Dabei ist Bildung immer auch eine Gerechtigkeitsfrage.“

Sprecherin des neuen Rates für Bildung ist Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied im Vorstand der RAG-Stiftung. Sie betonte im Bischofshaus: „Der neue Rat für Bildung bietet Vernetzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten, um so durch die gemeinsame Arbeit Projekte entwickeln und umsetzen zu können“ Gemeinsam mit Schlagheck ist es ihr gelungen, einen großen, vielfältig qualifizierten und hochkarätig besetzten Kreis von Menschen zur Mitarbeit in diesem Gremium zu gewinnen. Neben NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) und Bildungspolitikern aus dem Landtag sind zum Beispiel die langjährige, Ende Mai abgelöste NRW-Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Dorothea Schäfer, und der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Düsseldorf, Axel Fuhrmann, mit dabei. Der Präsident der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen-Bocholt-Recklinghausen, Bernd Kriegsmann, unterstützt den Rat ebenso mit seinem Know-how wie die Leiterin des Instituts für Erziehungswissenschaften an der Uni Duisburg-Essen, Nicolle Pfaff, und mehrere Schulleiter aus der Region. Hinzu kommen Vertreter verschiedener gemeinnütziger Gesellschaften aus dem Bildungsbereich, aus dem Umfeld des Initiativkreises Ruhr und aus verschiedenen Bereichen des Bistums Essen.

Als mögliche Themen, bei denen sich der Rat in Zukunft intensiver engagiert, wurden am Montag neben der Digitalisierung und dem Thema Bildung als Integrationsmotor auch die individuelle Förderung und Befähigungsperspektiven diskutiert sowie ein Mangel an guten regionalen Kooperationsstrukturen, den es zu beheben gelte.

In der Geschichte des Ruhrbistums spielen die gesellschaftspolitischen Räte eine wichtige Rolle. Einst gegründet als berufsständische Vertretungen haben sie sich stets weiterentwickelt und verstehen sich heute nicht nur als Beratungsgremien des jeweiligen Ruhrbischofs, sondern auch als aktive Gestalter der gesellschaftspolitischen Prozesse im Ruhrbistum. Seit 2014 organisiert die Akademie „Die Wolfsburg“ die Arbeit der Räte. Durch diese enge Kooperation schafft das Bistum wichtige Verbindungen zwischen den Themen der Räte und der Akademie. Neben dem neuen Rat für Bildung gibt es den Rat für Wirtschaft und Soziales, den Rat für Gesundheit und Medizinethik und den Rat für Land- und Forstwirtschaft.

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