Generalvikar Pfeffer diskutiert über Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal

„Den Missbrauchsstrudel überwinden“ heißt die Podiumsdiskussion am Dienstag, 24. September, in der Mülheimer Bistumsakademie „Die Wolfsburg“.

Der Missbrauchsskandal hat die katholische Kirche erschüttert. Nun diskutieren der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer und der Pastoralpsychologe und Psychoanalytiker Wolfgang Reuter am Dienstag, 24. September, ab 19 Uhr bei einer Podiumsdiskussion in der Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“ über die strukturellen Konsequenzen für die Kirche. „Den Missbrauchsstrudel überwinden“ heißt die Veranstaltung, die den Blick über die individuelle Täter-Opfer-Perspektive hinaus auf systemische Zusammenhänge in der Kirche lenken will, die sexuellen Missbrauch unterstützen. „Welche Kirchen-, Priester- und Laienbilder prägen bis heute das katholische Umfeld und begünstigten eine Praxis des Verschweigens?“ oder „Welche Aufgaben kommen konkret auf das Bistum Essen, die Gemeinden, Verbände und kirchliche Einrichtungen zu?“ – Fragen wie diese haben die Organisatoren der von „Wolfsburg“-Direktorin Judith Wolf moderierten Tagung den Gesprächspartnern auf die Agenda geschrieben.

Für das Bistum Essen ist diese Veranstaltung einer von vielen Beiträgen zur Aufarbeitung der sogenannten MHG-Studie. Die vor einem Jahr veröffentlichte, von den deutschen Bistümern in Auftrag gegebene Studie ermöglicht erstmals einen wissenschaftlich fundierten Blick auf den im Jahr 2010 bekannt gewordenen Missbrauchsskandal in katholischen Einrichtungen in Deutschland. Für das Bistum Essen haben Bischof Franz-Josef Overbeck und Generalvikar Klaus Pfeffer in diesem Jahr zahlreiche Projektgruppen eingesetzt, die an Konsequenzen arbeiten. Dabei geht es neben einer weiteren Verbesserung der Präventionsarbeit und der Intervention bei Missbrauchsfällen auch um strategische Themen wie der „Priesterlichen Lebenssituation“, der „Personalarbeit“ für das pastorale Personal sowie um grundsätzliche Fragen von Macht, Gerechtigkeit und der Sexualmoral der katholischen Kirche. Auch eine eigene Studie zur Frage, wie das Bistum Essen in der Vergangenheit mit Missbrauchsfällen umgegangen ist, bringt das Ruhrbistum auf den Weg.

Die Teilnahme an der „Wolfsburg“-Tagung „Den Missbrauchsstrudel überwinden“ kostet 15 Euro, ermäßigt 8 Euro – für Schüler ist die Teilnahme kostenlos. Anmeldung unter Tagungsnummer 19031.

Anmeldung — Katholische Akademie "Die Wolfsburg"


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